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Illustration von Coronaviren auf dem Weg in die menschliche Lunge.
Adobe Stock/guguart 
Symbolbild

Mit unserem Corona-Update informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen und neue Erkenntnisse. Bitte haben Sie Verständnis, wenn es in Ihrer Apotheke eventuell immer mal wieder längere Wartezeiten gibt. Wir tun unser Bestes, um für Sie da zu sein!



Aktueller Stand

In den letzten Tagen ist die Zahl der Menschen in Deutschland, die sich nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben, wieder stark angestiegen. Laut Robert Koch-Institut sind es inzwischen 464.239 Fälle, 14.964 mehr als am Vortag! In Nordrhein-Westfalen sind es mehr als 117.000 Infizierte, Bayern folgt mit mehr als 96.000 Fällen. Eine detaillierte Darstellung der Corona-Infektionen in den verschiedenen Bundesländern bietet das Robert Koch-Institut auf seiner Website. Weltweit haben sich laut John Hopkins-Universität in Baltimore, USA, mehr als 43 Millionen Menschen in 189 Ländern mit dem Coronavirus angesteckt. Mehr als 1 Millionen Menschen sind daran gestorben (Stand: 28.10.2020).


Schützt eine Brille vor Infektion?

08.10.2020 – Brillen könnten dazu beitragen, einer Infektion mit dem Coronavirus vorzubeugen. Darauf deutet eine kleine chinesische Studie hin. Den Forschern war aufgefallen, dass beim Ausbruch des Virus in Wuhan von den Patienten, die wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert wurden, nur knapp 6 Prozent mindestens 8 Stunden täglich eine Brille trugen. Das sind weniger, als angesichts der Rate der Fehlsichtigkeit in der Region zu erwarten wäre.

Die Forscher betonen aber auch, dass die Ergebnisse kein Grund seien, aus Angst vor Ansteckung eine Schutzbrille zu tragen. Zudem handelt es sich um eine sehr kleine Studie, deren Ergebnisse weiter untersucht werden müssten. Da jedoch bereits bekannt ist, dass die Augen eine mögliche Eintrittspforte für das Coronavirus sind, ist es wichtig, daran zu erinnern, regelmäßig die Hände zu waschen und sich möglichst nicht ins Gesicht – besonders nicht an Mund, Nase und Augen – zu fassen.



Die neuen Antigentests

30.09.2020 – Seit Kurzem sind Coronavirus-Schnelltests verfügbar, die schon nach 15 bis 30 Minuten ein Testergebnis zeigen. Im Gegensatz zu den bisher durchgeführten PCR-Tests weisen die Schnelltests nicht das Erbgut des Virus nach, sondern bestimmte Bestandteile, die typisch für das Virus sind. Die Tests enthalten alles Nötige, sodass sie nicht zur Auswertung in ein Labor geschickt werden müssen. Das Ergebnis zeigt sich ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest auf einem Teststreifen.

Antigentests werden zum Teil schon eingesetzt, zum Beispiel an einzelnen Kliniken, etwa bei Notfallpatienten. Künftig könnten sie problemlos bei vielen Menschen wie bei Reiserückkehrern, medizinischem Personal, Schulen oder Besuchern von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Seniorenwohnheimen zum Einsatz kommen.

Welche Tests gibt es?

PCR-Tests: Über einen Abstrich an Mund oder Nase wird eine Probe entnommen. Mit der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) wird das Erbgut (DNA) eines Erregers dann zerstückelt und vervielfältigt. An einer Farbreaktion lässt sich erkennen, ob das Virus vorhanden ist und ob man gerade ansteckend ist.

– Antigentests: Mit ihnen werden bestimmte strukturelle oder funktionelle Proteine des Virus nachgewiesen, die sehr spezifisch für das Virus sind. Sie werden ebenfalls über einen Mund- oder Nasenabstrich gewonnen und zeigen eine mögliche akute Infektion.

– Antikörpertests: Sie geben die Reaktion unseres Immunsystems auf das Virus wider, da unser Immunsystem zur seiner Abwehr Antikörper bildet. Da dies zeitlich versetzt geschieht, können sie also keine akute Infektion aufzeigen.

Zwar klingt es verlockend, sich schnell mal selbst zu testen. Doch als Apotheke dürfen wir den neuen Corona-Schnelltest nicht an Laien, sondern nur an Arztpraxen, Krankenhäuser und Gesundheitsbehörden abgeben. Das sieht die Medizinprodukte-Abgabeverordnung bei sogenannten In-vitro-Diagnostika vor, die Krankheitserreger direkt oder indirekt nachweisen können.

Der Test darf nur durch medizinisch geschultes Personal durchgeführt werden, denn für den Abstrich an der hinteren Nasenwand oder im Rachen muss das Teststäbchen ausreichend tief eingeführt werden. Zurzeit laufen Projekte, bei denen getestet wird, ob es sinnvoll wäre, wenn in regelmäßigen Abständen Tests an Schulen durchgeführt würden.

Auch Antigentests geben keine hundertprozentige Sicherheit, die Hersteller geben eine Trefferquote von über 95 % an. Aber mit ihnen lassen sich Personen mit besonders großer Menge an Viruspartikeln im Nase-Rachen-Raum erkennen, die also gerade besonders ansteckend sind. Da sie sich zudem schnell, unkompliziert und in großer Zahl durchführen lassen, könnten sie helfen, Infektionsketten schneller zu durchbrechen.


Handhygiene an Schulen – besser Desinfektion statt zu häufig Seife

24.09.2020 – Regelmäßiges Händewaschen ist ein wichtiger Teil der Hygienemaßnahmen gegen das Coronavirus. Damit die Hände dabei nicht übermäßig strapaziert werden, rät der Berufsverband der Deutschen Dermatologen für die Handhygiene von Schülern und Lehrern, die Hände zu desinfizieren, statt sie zu häufig mit Wasser und herkömmlicher Seife zu waschen.

Die Coronaviren werden in der Regel durch Tröpfcheninfektion und Aerosole in der Luft übertragen. Aber auch die Ansteckung durch Schmierinfektionen, also durch Viren, die auf Oberflächen haften, wie Türklinken, Haltegriffen, Ladentheken usw., ist möglich. Werden die Hände nicht gewaschen oder desinfiziert und man greift sich ins Gesicht, können die Erreger in den Körper gelangen.

Seife kann durch ihre Struktur die Virenhülle zerstören. Wichtig ist, dass sie mindestens 20 bis 30 Sekunden einwirken kann. Allerdings entfernt sie nicht nur Schmutz und Viren, sondern auch die Fettbestandteile, die unsere Haut schützen, unsere Hautbarriere.

Alkoholbasierte Desinfektionsmittel belasten die Haut weniger als herkömmliche Seifen, sogenannte Detergenzien. Diese trocknen die Haut aus, sodass Risse und entzündliche Ekzeme entstehen können. Wenn die Haut nicht sichtbar verschmutzt ist, sollten bevorzugt Desinfektionsmittel zur Reinigung genutzt werden. Diese Desinfektionsmittel sollten mindestens 60% Alkohol enthalten, denn nur dann zerstören sie – wie die Seife auch ­– die Hülle der Coronaviren. Man muss allerdings genügend Desinfektionsmittel auftragen, damit es wirken kann – die ganze Hand sollte davon benetzt sein.

Kleine Fläschchen in Handtaschengröße gibt es bei uns in der Apotheke, sodass Sie jederzeit unterwegs oder in der Schule die Hände desinfizieren können.

Damit die Hände nicht spröde und rissig werden, ist es außerdem wichtig, die Hände nach jeder Desinfektion und jedem Waschen einzucremen, um die Regeneration der Hautbarriere zu unterstützen. Fragen Sie uns dazu gerne in Ihrer Apotheke, wir empfehlen Ihnen schützende und pflegende Handcremes für die ganze Familie.


Covid-19-Erkrankung milder durch Maske

16.09.2020 – Das Tragen von Mund-Nasen-Masken ist ein wichtiger Teil der Corona-Hygienemaßnahmen. Stoff- und OP-Masken können zwar nicht immer vor einer Infektion schützen, aber die Covid-19-Erkrankung verläuft wahrscheinlich milder, wenn es doch zur Ansteckung kommen sollte.

Denn schwirren tatsächlich Coronaviren durch die Luft, halten die Masken einen großen Teil dieser Virusmenge zurück und der Körper hat weniger stark zu kämpfen. Diese Hypothese haben jetzt Forscher der University of California in San Francisco aufgestellt. Auch wenn das noch nicht wissenschaftlich erwiesen ist, halten die Forscher es nach der aktuellen Datenlage für wahrscheinlich. Ebenso, dass auch nach einer entsprechend milde verlaufenden Erkrankung die Patienten anschließend immun sind.

Inzwischen ist gesichert, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Maske das Risiko einer Ansteckung senkt. Dass schwere Verlaufsformen einer möglichen Covid-19-Erkrankung durch die Maske vermieden werden und die Erkrankung milder verläuft, ist laut den amerikanischen Forschern ein zusätzliches Argument für das Tragen der Maske neben den weiteren gängigen Hygienemaßnahmen. Welche Art der Maske im Alltag genutzt werde, sei dabei zweitrangig, wichtig sei, dass sie überhaupt getragen wird. Sie schützt uns und die anderen.


Auf einen Blick: Verlässliche Informationen

09.09.2020 – Zum Thema Corona gibt es im Internet inzwischen eine unüberschaubare Flut an Informationen. Oft lassen sich Fake News von seriösen Inhalten nur schwer unterscheiden. Um sich nicht durch wilde Spekulationen auf dubiosen Websites verunsichern zu lassen, ist es wichtig, sich bei verlässlichen Quellen zu informieren.

Eine Übersicht, auf welchen Websites Sie sich rund um das Coronavirus und die aktuellen Bestimmungen sicher informieren können, bietet die Seite www.patienten-information.de des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin. Dies ist eine Mischung aktueller und seriöser Websites, zum Beispiel vom Robert Koch-Institut, dem deutschen Netzwerk Gesundheitskompetenz oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Hier finden sich auch Links zu verständlichen Informationen rund um Corona für Kinder sowie zu Informationen für Menschen mit Vorerkrankung, für Schwangere und zu Faktenchecks, mit denen sich Fake News entlarven lassen. Ebenso gibt es Flyer und Informationen in verschiedenen Sprachen wie Englisch, Spanisch, Russisch, Türkisch, Polnisch, Italienisch und Griechisch zum Herunterladen.

Kommen Sie auch gerne bei uns in Ihrer Apotheke vorbei. Wir beraten Sie jederzeit gerne, wenn Sie Fragen zum Beispiel zu persönlichen Gesundheitsrisiken oder zur Vorbeugung haben. Rufen Sie uns bei Symptomen einer Atemwegserkrankung gerne zur Beratung an. Wir bringen Ihnen Ihre Medikamente gerne nach Hause.


Corona und Rheuma – das ist zu beachten

03.09.2020 – Rheuma-Patienten haben kein größeres Risiko, sich mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken. Das bestätigen erste Studien. Für die meisten gilt, dass sie ihre Medikamente wie gehabt anwenden sollen. Im Einzelfall muss der Arzt entscheiden, ob die Therapie angepasst wird.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie rät in ihren aktualisieren Empfehlungen, dass eine Kortisontherapie ebenso unverändert weitergeführt werden sollte wie eine Behandlung mit nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) oder Disease-Modifing Anti-Rheumatic Drugs (csDMARDs) wie Methotrexat, Sulfasalazin oder Leflunomid. 

Auch eine Behandlung mit Medikamenten, die in das Immunsystem eingreifen (wie die Biologika Adalimumab, Etanercept, Golimumab, Infliximab oder Abatacept), oder Immunsuppressiva wie Azathioprin oder Cyclophosphamid sollten aus Furcht vor einer Infektion mit dem Coronavirus nicht abgesetzt werden.

Würde die Therapie um- oder eingestellt könnte sich das Risiko einer Ansteckung eher erhöhen, wenn die rheumatologische Erkrankung sich verschlechtert.

Was tun bei positivem Corona-Test? 

Immunmodulierende oder -suppressive Rheumamedikation sollten ausschließlich bei Patienten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, oder bei Patienten mit beginnenden Covid-19-Symptomen gegebenenfalls unterbrochen werden. Eine Kortisontherapie unter 10 Milligramm pro Tag kann dagegen fortgesetzt werden. 


Richtig lüften gegen Corona

27.08.2020 – Regelmäßiges Lüften zählt neben der AHA-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) zu den wichtigsten Maßnahmen, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus in Innenräumen zu vermeiden. Allein auf sein Gefühl sollte man sich beim Lüften nicht verlassen, da es sich nur schwer abschätzen lässt, ob die Raumluft verbraucht ist. Die Temperatur im Raum sagt zum Beispiel nichts über die Luftqualität aus. Wie das Lüften am besten funktioniert, dazu gibt die Kommission Innenluftraumhygiene die folgenden Tipps:

Bei üblicher Wohnungsgröße findet durch Stoßlüften für mindestens 10 bis 15 Minuten mit weit geöffneten Fenstern ein effektiver Luftaustausch statt. Im Sommer besser 20 bis 30 Minuten lüften, möglichst in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Im Winter können 5 Minuten reichen, wenn die Temperaturunterschiede drinnen und draußen sehr groß sind. Besonders effektiv ist das Lüften bei gegenüberliegenden Fenstern oder Fernstern und geöffneten Türen. Sind zum Beispiel bei Familienbesuch viele Personen im Raum, möglichst während der gesamten Besuchsdauer lüften.
In jeder Pause beziehungsweise nach 45 Minuten Unterricht intensiv bei weit geöffneten Fenstern mehrere Minuten lang lüften, besser auch schon während des Unterrichts. Die Fenster dauerhaft zu kippen reicht nicht aus, wenn viele Menschen im Raum sind.
In Innenräumen wie im Fitnessstudio 5-mal pro Stunde oder öfter die Fenster öffnen. Dabei sollte kein Zug entstehen.
Wenn jemand niest oder hustet, umgehend stoßlüften. Das heißt, die Fenster ein paar Minuten komplett öffnen. Am besten gegenüberliegende Fenster, damit Durchzug entsteht.

Regelmäßig zu lüften kann das Risiko einer Ansteckung verringern, da sich das Virus vor allem beim Atmen, Sprechen, Husten und Niesen über die Luft verbreitet. Aber es bietet keinen hundertprozentigen Schutz.


Große Partys meiden

20.08.2020 – Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen ist in den vergangenen Wochen wieder deutlich angestiegen. Zuletzt gab es an vielen Tagen mehr als 1.000 Meldungen. Zum einen bringen viele Reiserückkehrer das Virus ins Land. So waren in der zweiten Augustwoche fast 3.000 Menschen unter den positiv Getesteten, die sich wahrscheinlich im Ausland angesteckt haben.

Zum anderen gelten private Feiern als besondere Gefahrenquelle. Nach Informationen der Bundesregierung waren in letzter Zeit viele örtliche Ausbrüche darauf zurückzuführen. Alkohol spielt dann offenbar eine große Rolle, wenn die Vorsichtsmaßnahmen nicht eingehalten werden. Über neue Regelungen wird deshalb nachgedacht. Bis dahin wird empfohlen, nur in engerem Familienkreis zu feiern und die AHA-Regel (Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmaske tragen) konsequent einzuhalten.

https://de.statista.com/infografik/21143/anzahl-der-taeglichen-bestaetigten-neuinfektionen-mit-covid-19-in-deutschland/

Im Urlaub für Sie da

Sie gehören zu den Glücklichen, die gerade noch ihren Urlaub genießen? Wir wünschen Ihnen gute Erholung und dass Sie gesund bleiben! Falls doch einmal etwas bei Unwohlsein in der Reiseapotheke fehlt, hilft Ihnen der bundesweite Apothekenfinder der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), die nächstgelegene Apotheke in Deutschland zu finden.

Der Apothekenfinder ist auf unterschiedlichen Kanälen erreichbar:

  • Mobiltelefon: Rufnummer 22833 ohne Vorwahl (maximal 69 Cent pro Minute)
  • SMS mit fünfstelliger Postleitzahl schicken: an Rufnummer 22833 ohne Vorwahl (69 Cent)
  • Festnetz: 0800 00 22833 (kostenfrei)
  • Webseite: www.apothekenfinder.mobi

Unter dem Apothekenfinder sind alle deutschen Apotheken gelistet. Hier finden Sie – bis zu 28 Tage im Voraus – auch alle Notdienstapotheken, die nachts, sonn- und feiertags außerhalb der Öffnungszeiten für Sie da sind. Außerdem weist jede Apotheke auf die notdiensthabenden Apotheken im nächsten Umkreis an der Tür oder im Schaufenster hin. Nach wie vor gelten wegen Corona je nach Bundesland besondere Abstands- und Hygieneregeln. Rufen Sie gerne vor dem Besuch in der Apotheke an und lassen Sie sich beraten.


Zahnarztbesuch nicht aufschieben

06.08.2020 – Aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus haben viele den Besuch beim Zahnarzt erst einmal abgesagt oder aufgeschoben. Der Deutsche Zahnärzteverband und der Verband der privaten Krankenversicherungen ermutigen jetzt dazu, versäumte Termine nachzuholen beziehungsweise anstehende Termine wahrzunehmen.

Zahnarztpraxen sind wie das deutsche Gesundheitssystem insgesamt sehr gut auf die Corona-Pandemie eingestellt und durch ihre hohen Hygienestandards und die besonderen Corona-bedingten Planungs- und Distanzmaßnahmen sehr gut vorbereitet, um Patienten sicher zu betreuen.

Zahnarztbehandlungen oder Kontrolltermine sollten deshalb nicht länger aus unbegründeter Sorge vor Ansteckungen aufgeschoben oder abgesagt werden. Regelmäßige Vorsorge und frühzeitige Behandlungen bei Problemen sind für die Zahngesundheit besonders wichtig, um langfristig Schäden zu vermeiden. Die Krankenkassen zahlen bei größeren Eingriffen außerdem mehr, wenn man regelmäßige Kontrollen nachweisen kann.

Vor allem bei akuten Beschwerden ist es wichtig, den Zahnarztbesuch nicht hinauszuzögern. Zahnprobleme können sich auch auf die allgemeine Gesundheit auswirken. Eine unentdeckte Parodontitis, also eine bakterielle Entzündung des Zahnfleisches, kann zum Beispiel Auswirkungen auf Herzklappen oder Gelenke haben. Da sie selbst keine Schmerzen verursacht, bleibt sie lange unentdeckt. Später reagiert der Körper mit Zahnfleischbluten und der Zahn wird locker. Aber bis dahin können die Bakterien auch in den Körper gelangt sein und dort zum Beispiel die Herzklappen befallen. Das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall scheint ebenfalls zu steigen.

Daher ist es nicht nur wichtig, zur halbjährlichen Vorsorge zu gehen, sondern auch an eine professionelle Zahnreinigung zu denken, die individuelle Problemstellen aufdeckt.


Corona-Einreise-Checker

30.07.2020 – Die Bestimmungen für die Einreise in verschiedene Länder weltweit können sich wegen Corona jederzeit ändern. Damit Urlauber und Geschäftsreisende sich schnell einen Überblick verschaffen können, hat das unabhängige Centrum für Reisemedizin (CRM) den kostenlosen Corona-Einreise-Checker entwickelt.

Der Corona-Einreise-Checker ist ein Tool auf der Seite des CRM. Hier kann man kostenlos über ein Suchfeld oder ein ABC das gewünschte Land auswählen und erhält umgehend alle wichtigen aktuellen Informationen:

  • Ist die Einreise möglich?
  • Wie hoch ist das Infektionsgeschehen derzeit in jeweiligen Gebieten des Landes?
  • Welche Quarantänebestimmungen gelten?
  • Gibt es Ausgangssperren?
  • Wird ein negativer PCR-Test benötigt, der bescheinigt, dass man aktuell nicht an Covid-19 erkrankt ist?

Der Corona-Einreise-Checker ist auch über die CRM-App gut.beraten.reisen nutzbar, die in App-Stores heruntergeladen werden kann.

Die Angaben im Corona-Einreise-Checker werden regelmäßig aktualisiert. Das CRM weist auch darauf hin, dass die Daten nicht in Echtzeit angeboten werden können, da sich das Corona-Infektionsgeschehen überall schnell verändern kann. Das CRM bietet zudem weitere Informationen zu Krankheiten von A bis Z weltweit, zu reisemedizinischen Beratungsstellen in Deutschland, Gesundheitsgefährdungen in einzelnen Ländern und die aktuell geltenden Impfbestimmungen. Bei Fragen zu Reiseimpfungen und beim Zusammenstellen Ihrer individuellen Reiseapotheke beraten wir Sie gerne bei uns in Ihrer Apotheke.


Wann wird es einen Impfstoff geben?

23.07.2020 – Weltweit wird intensiv an der Entwicklung eines Impfstoffs gearbeitet, um das Coronavirus einzudämmen. Das dauert normalerweise 10 Jahre bis mehrere Jahrzehnte. Im Fall des Coronavirus soll das schneller gehen. Es gibt bereits Tests mit Menschen.

Obwohl das neuartige Coronavirus erst circa 7 Monate bekannt ist, laufen weltweit bereits mehr als 170 Projekte zur Entwicklung eines Impfstoffs. Um die Sicherheit und Wirksamkeit neuer Impfstoffe zu garantieren, müssen während der Forschung verschiedene Testphasen durchlaufen werden. Im Fall des Anti-Corona-Impfstoffs wird aufgrund der Pandemie weltweit geforscht und damit versucht, den Prozess so weit wie möglich zu verkürzen. 

Wie die Statista-Grafik zeigt, befinden sich derzeit bereits 10 verschiedene Institute und Unternehmen in der zweiten Testphase. Das britische Unternehmen AstraZeneca und der chinesische Pharmakonzern Sinovac führen bereits Studien an einer großen Zahl von über tausend Teilnehmern durch. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der renommierten Oxford University. Auch in Deutschland arbeiten die Mainzer Firma Biontech und die Firma Curevac aus Tübingen mit Hochdruck an einem Impfstoff.

https://de.statista.com/infografik/22070/fortschritt-der-entwicklung-des-covid-19-impfstoffes/

Wie schnell mit den Impfungen begonnen werden kann, hängt jedoch nicht nur davon ab, wie schnell der Impfstoff entwickelt, erprobt und zugelassen wird, sondern auch von den Produktionskapazitäten.

Auch wenn Vorhersagen schwierig sind, könnten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Ende des Jahres 2020/Frühjahr 2021 ein oder zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus vorliegen und auch einige Hundert Millionen Impfdosen hergestellt sein.

Warum ein Impfstoff zur Bekämpfung des Coronavirus wichtig ist und wie die Impfstoffentwicklung abläuft, erklärt der Virologe Professor Klaus Cichutek vom Paul-Ehrlich-Institut im Podcast.


Risiko Vitamin-D-Mangel

09.07.2020 – Inzwischen ist bekannt, dass bei einer Infektion mit dem Coronavirus die Covid-19-Erkrankung besonders schwer verlaufen kann, wenn beim Patienten Risikofaktoren wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, starkes Übergewicht oder Bluthochdruck vorliegen. Auch ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut könnte dazu beitragen, dass es zu Komplikationen kommt.

Entzündungen außer Kontrolle

Diesen Verdacht haben Forscher der Universität Hohenheim nach einer Studienanalyse. Vitamin D ist unter anderem bei der Regulation des Immunsystems verantwortlich. Es sorgt für die Ausschüttung von körpereigenen Abwehrstoffen und verhindert chronische Entzündungen. Herrscht ein Mangel, kann der Körper nicht mehr ausreichend gegensteuern und Entzündungen können außer Kontrolle geraten. Das könnte sich im Fall einer Covid-19-Erkrankung auch auf die Lungenbläschen auswirken und zu Komplikationen wie schwerer Atemnot führen.

Vitamin D wird in den Sommermonaten vom Körper unter Einwirkung von UV-Strahlen in der Haut gebildet. Lebensmittel, die viel Vitamin D enthalten, sind zum Beispiel fetter Fisch und sonnengetrocknete Pilze. Doch allein über die Ernährung ist es in der Regel nicht möglich, den Bedarf zu decken.

Mangel oft bei Älteren

Ein Vitamin-D-Mangel tritt vor allem bei älteren Menschen auf und bei Personen, die sich nicht viel im Freien aufhalten. Auch das Arbeiten im Homeoffice kann einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel fördern, weil sich Menschen dabei oft viel in geschlossenen Räumen aufhalten. Bei Verdacht auf einen Mangel sprechen Sie uns gerne in Ihrer Apotheke an, welche Vitamin-D-Dosis als Nahrungsergänzung sinnvoll ist. Vitamin D gibt es in Tabletten, Kapseln und als Tropfen und sollte zum Essen eingenommen werden. Lassen Sie doch einfach den Vitamin-D-Spiegel beim Hausarzt oder in Ihrer Apotheke bestimmen.

Mehr zum Thema Vitamin D erfahren Sie in unseren Beiträgen „Vitamin D – Winterflaute“ und „Guter Vitamin-D-Wert für starke Muskeln“.


Was Corona mit unserem Schlaf macht

01.07.2020 – Eine Untersuchung der Universität Basel ist der Frage nachgegangen, ob das veränderte Leben während des Corona-Lockdowns den Schlaf beeinflusst hat. Ist er vielleicht besser geworden, weil wir weniger Zeit außer Haus verbracht haben, weniger Termine hatten und eventuell die Fahrzeit zur Arbeit entfallen ist?

Die Befragung der mehr als 430 meist weiblichen Teilnehmer, die überwiegend im Homeoffice arbeiteten, zeigt: Der Schlaf ist zwar länger geworden, aber nicht unbedingt besser als vor dem Corona-Lockdown.

Die Befragten gaben an, bis zu 50 Minuten länger zu schlafen. Sie empfanden dennoch, dass sich die Schlafqualität eher verschlechtert habe. Dafür könnte die insgesamt belastende Corona-Situation mit finanziellen und gesundheitlichen Sorgen und zusätzlicher Kinderbetreuung verantwortlich sein. Die Ergebnisse zeigen außerdem: Körperliche Bewegung unter freiem Himmel kann einer verschlechterten Schlafqualität entgegenwirken.

Mehr Tipps für gesunden Schlaf finden Sie bei unseren Beiträgen: Schlafstörung: Risiko Homeoffice
Endlich wieder durchschlafen
Albträume loswerden


Immer nachlässiger

24.06.2020 – Die Maske sitzt unter der Nase oder wird wochenlang benutzt – immer häufiger werden die Menschen nachlässig damit. Dabei kann das Maske-Tragen zur Gewohnheit werden wie das Anschnallen im Auto. Worauf es ankommt.

Immer häufiger werden Leute beim Umgang mit der Mund-Nasen-Maske nachlässig. Manche ziehen sie gerade mal über den Mund oder sogar nur übers Kinn. Auch wenn es viele als lästig empfinden: Nur wenn die Maske von allen richtig getragen wird, ist sie sinnvoll und kann das Risiko einer Übertragung von Erregern senken, und nur so können die vielen Lockerungen bei geringer Ansteckungszahl beibehalten werden.

Zur Erinnerung: So geht’s richtig

  • Die Maske über Mund, Nase und Wangen platzieren, die Ränder sollten möglichst eng anliegen.
  • Die Maske nicht ständig anfassen.
  • Die Maske nicht in die Hosen-, Jacken- oder Handtasche stopfen.

Bei falscher Anwendung können sich Pilze oder Bakterien auf der Maske breitmachen. Wenn die Mund-Nasen-Maske zu lange am Stück getragen wird, durchnässt sie. Dann sollte sie abgenommen und ausgetauscht oder, wenn möglich, gewaschen werden.


Was sagt der R-Wert?

Der R-Wert gibt einen Hinweis, an wie viele Menschen ein Infizierter das Virus weiter gibt.

Zurzeit liegt der Reproduktionswert, der sich auf die letzten 7 Tage bezieht (7-Tage-R-Wert) in Deutschland bei 1,21 Das bedeutet, dass im Durchschnitt ein Infizierter mehr als eine weitere Person ansteckt. Der 7-Tage-R-Wert zeigt allerdings nicht die tagesaktuelle Situation, sondern bezieht sich auf die vergangenen 7 Tage. Das heißt, die Infektionsrate kann heute schon wieder höher sein. Solange der R-Wert um 1 liegt, bleiben die Infektionen auf dem gleichen Niveau. Sollte der R-Wert dauerhaft über 1 steigen, werden auch die Fallzahlen wieder zunehmen (Stand: 27.10.2020).


Was bringt Masketragen?

11.06.2020 – Maske tragen – kann das wirklich helfen, die Corona-Pandemie einzudämmen? Ob die Maskenpflicht sinnvoll ist, zeigt eine aktuelle Studie.

Beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt nach wie vor die Maskenpflicht. So mancher Bürger fragt sich, ob das überhaupt etwas bewirkt. Ein Forscherteam der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz kommt in einer aktuellen Untersuchung zu dem Ergebnis: Ja, die Einführung der Maskenpflicht hat die täglichen Infektionszahlen deutlich reduziert.

Jena im Vergleich

Die Forscher haben die Daten aus Jena, wo bereits am 6. April 2020 das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr Pflicht wurde, mit Daten aus Städten ohne frühe Maskenpflicht und ähnlicher Altersstruktur verglichen. Die Fallzahlen entsprachen Ende März denen von Jena.

Weniger Neuinfektionen

Zwanzig Tage nach der Maskenpflicht entsprach in Jena der Anstieg der Neuinfektionen nur etwa einem Viertel des Anstiegs in den anderen Städten. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass die Einführung der Maskenpflicht in den jeweiligen Kreisen zu einer Verlangsamung der Ausbreitung von Covid-19 beigetragen hat. Die Studie bestätigt die Ergebnisse einer großen Analyse der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO), die der Mund-Nase-Maske ebenfalls eine gute Wirkung gegen die Ausbreitung des Virus bescheinigt hatte.


Wird es im Sommer besser?

05.06.2020 – Wird es im Sommer bei wärmeren Temperaturen weniger Infektionen mit dem Coronavirus geben? Viele Viren, die akute Atemwegserkrankungen verursachen, verbreiten sich im Sommer schlechter. Bei Schnupfenviren ist das zum Beispiel so. Der Grund dafür sind die höheren Temperaturen, stärkere UV-Strahlung, aber auch, weil die Menschen weniger Zeit zusammen in Räumen verbringen. Ein saisonaler Effekt ist auch bei dem neuartigen Coronavirus denkbar. Doch selbst dann wäre nicht absehbar, wie stark sich das auf die Infektionsrate auwirkt, da der größte Teil der Bevölkerung keinen Immunschutz gegen SARS-CoV-2 hat.


Fake-Seiten erkennen

28.05.2020 – Im Internet werden zahlreiche Mittel angepriesen, die vor dem Coronavirus schützen sollen. So erkennen Sie unseriöse Anbieter.

Ob Silberwasser, Knoblauch, verdünntes Arsen oder Desinfektionsmittel zum Einnehmen – alle möglichen Mittel sollen vor Ansteckung mit dem Coronavirus schützen oder bei der Covid-19-Erkrankung helfen. Die Produkte sind nicht nur unwirksam, sie bergen zum Teil auch erhebliche gesundheitliche Risiken.

Die Europäische Kommission will Verbraucher davor schützen und hat viele der irreführenden und betrügerischen Websites aufgespürt und löschen lassen. Um unseriöse Seiten und Angebote im Internet zu erkennen, gibt die Europäische Kommission den Verbrauchern folgende Tipps:

Typisch für Betrüger

Vorsicht ist geboten, wenn Händler auf ihrer Website …

  • Formulierungen oder Bilder verwenden, die explizit oder implizit suggerieren, dass ihr Produkt eine COVID-19-Infektion verhindert oder heilt.
  • auf selbsternannte Ärzte, Gesundheitsexperten, Fachleute oder andere inoffizielle Quellen verweisen, die behaupten, ein bestimmtes Produkt schütze vor einer Infektion mit dem neuartigen Virus oder helfe dagegen.
  • unter Verwendung des jeweiligen Namens oder Logos auf Regierungsstellen, offizielle Fachleute oder internationale Einrichtungen verweisen, die die schützende oder heilende Wirkung angeblich bestätigen – allerdings ohne Links oder Querverweise zu amtlichen Schriftstücken.
  • die begrenzten Vorräte eines Produkts durch Zusätze wie „nur noch heute“, „schnell zugreifen“ vortäuschen.
  • mit Äußerungen wie „niedrigster Preis weit und breit“, „einziges Mittel gegen COVID-19“ den Markt beschreiben.
  • deutlich höhere als die marktüblichen Preise verlangen, weil ihre Produkte angeblich vor COVID-19 schützen oder dagegen helfen.

Mehr lüften

27.05.2020 – Das neuartige Coronavirus verbreitet sich offenbar nicht nur über Tröpfchen durch direktes Niesen und Husten, sondern besonders stark durch Aerosole – feinste Schwebeteilchen in der Luft. Im Alltag ist deshalb wahrscheinlich Lüften ebenso wichtig wie häufiges Waschen und Desinfizieren, vermuten Wissenschaftler.

Um mögliche Viren – auch Grippe- oder Erkältungsviren – aus der Raumluft zu entfernen und das Risiko von Infektionen zu senken, sollten täglich drei- bis viermal für zehn Minuten möglichst gegenüberliegende Fenster geöffnet werden, sodass ein Luftaustausch mittels Durchzug entstehen kann. Lüften verbessert darüber hinaus das Raumklima und verhindert, dass die Schleimhäute von Mund und Nase austrocknen. Achten Sie auch auf genügend Luftfeuchtigkeit im Raum. Sie sollte bei 40 bis 50 Prozent liegen. Das schützt Ihre Nasenschleimhäute, die dann leichter Viren abwehren können.


Blutverdünner weiter einnehmen

26.05.2020 – Können bestimmte Medikamente das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus erhöhen? Immer wieder sorgen solche Spekulationen in den Medien bei Patienten für Verunsicherung. Auch zum Blutverdünner ASS (Acetylsalicylsäure) gab es entsprechende Berichte.

Die Deutsche Herzgesellschaft weist darauf hin, dass es für Patienten, die ASS als Standardtherapie zur Vorbeugung eines Herzinfarktes oder wegen einer Stenttherapie einnehmen müssen, nach derzeitigem Kenntnisstand keinen Grund gibt, das Medikament abzusetzen. Die Patienten sollten ASS weiterhin konsequent einnehmen. Der Wirkstoff Paracetamol ist hier keine Alternative.


Kein Nikotinersatz gegen Corona

06.05.2020 – Kann Nikotin vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen? Diese Vermutung französischer Forscher steht auf wackeligen Beinen und ist sicherlich kein Grund, mit gutem Gewissen weiter zu rauchen oder Nikotinersatzpräparate zum Schutz vor einer Infektion anzuwenden.

Die Beobachtung im Rahmen einer kleinen französischen Studie, dass Raucher weniger oft an Covid-19 erkrankten als angenommen, schürte die Vermutung, Nikotin könnte vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen.

Doch die Studienleiter räumten selbst ein, dass es nur eine erste Studie mit wenigen Patienten sei und davon viele wegen einer schweren Covid-19-Erkrankung nicht ausführlich befragt werden konnten. Wie im Moment oft, werden sehr schnell Hoffnungen zur Abwehr des neuartigen Coronavirus formuliert, die sich im Nachhinein als haltlos erweisen.

Dagegen deuten Ergebnisse verschiedener Studien zum Beispiel aus China und Italien darauf hin, dass Nikotin sogar zu besonders schweren Verläufen einer Covid-19-Erkrankung führen könnte. Zudem setzen die vielen verschiedenen Inhaltsstoffe im Tabak die Funktion unserer Flimmerhärchen in den Bronchien herab, die sonst unliebsame Krankheitserreger und Fremdkörper abtransportieren. Deshalb erkranken Raucher bei den bisher bekannten Lungenerkrankungen schwerer.

Nachdem es in Frankreich einen Run auf Nikotinersatzpräparate gab, betont die französische Gesundheitsbehörde, dass die Produkte nicht zur Vorbeugung oder Behandlung einer Coronainfektion angewendet werden sollten. Die Studie lässt keinen Schluss zu, dass Nikotin eine schützende Wirkung gegen Covid-19 hat.

Nikotinersatzpräparate sind ausschließlich zur Raucherentwöhnung geeignet und können bei Nichtrauchern zu gravierenden Nebenwirkungen führen. Sie machen nicht nur süchtig, sondern können bei falscher Dosierung auch zu Blutdruckabfall, Schweißausbrüchen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Atemschwierigkeiten bis hin zum Kreislaufkollaps führen.


Rauchstopp: Jetzt lieber Pflaster statt Kaugummi

27.04.2020 – Wer mit dem Rauchen aufhört, senkt sein Risiko für eine Atemwegsinfektion. Der Rauchstopp ist gerade in Coronazeiten sicher nicht so einfach, aber es gibt Tricks und Hilfsmittel. Lesen Sie, warum Nikotinpflaster eventuell sinnvoller sind als Nikotinkaugummis.

Raucher sind anfälliger für Infektionen der Atemwege wie Grippe. Nach ersten Studien gilt das auch für eine Infektion mit dem Coronavirus. Die Beschwerden sind stärker und es treten häufiger Komplikationen auf als bei Nichtrauchern. Ein Grund mehr, den Rauchstopp anzugehen. Das gelingt nicht immer gleich beim ersten Anlauf, aber es gibt Tricks und Hilfsmittel, die den Verzicht erleichtern.

Die Erfahrung zeigt: Wer den Rauchstopp bewusst plant, vorher alle Zigarettenvorräte entsorgt und sich überlegt, welche Tricks er nutzt, wenn das Rauchverlangen kommt, hat bessere Chancen, es zu schaffen.

Bewährte Hilfsmittel beim Rauchstopp sind Nikotinersatzpräparate wie Nikotinpflaster und Nikotinkaugummis. In Ihrer Apotheke beraten wir Sie gerne zu den verschiedenen Produkten wie zum Beispiel auch Nikotinspray oder -inhaler.

Allerdings empfehlen manche Fachleute wegen der Corona-Pandemie der Hygiene zuliebe eher Maßnahmen, bei denen man sich nicht ins Gesicht fassen muss. Also zum Beispiel statt Nikotinkaugummis oder -spray besser Nikotinpflaster nutzen. Diese Pflaster gibt es – je nach Zigarettenkonsum – in verschiedenen Stärken, sie werden täglich gewechselt und beugen damit unangenehmen Entzugserscheinungen vor.

Zu den Tricks, die beim Rauchstopp helfen, zählen die 4-A-Tipps, kleine Ablenkungsmanöver, wenn das Rauchverlangen kommt: Aufschieben, Ausweichen, Abhauen und Ablenken. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag zum Rauchstopp.


Telefonische Krankschreibung

Aufgrund der steigenden Fallzahlen ist es Patienten mit Erkältungssymptomen seit dem 19. Oktober wieder möglich, sich telefonisch krankschreiben zu lassen. So soll das Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus in einer Arztpraxis reduziert werden. Die Krankschreibung gilt jeweils für sieben Tage. Eine Verlängerung ist ebenfalls telefonisch möglich.

Nach wie vor sollen Patienten bei typischen Covid-19-Symptomen vor einem Arztbesuch erst in der Praxis anrufen und das weitere Vorgehen besprechen. Das gilt auch, wenn man Kontakt zu einem Covid-19-Patienten hatte.


An Impfungen denken

Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig es ist, Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten zu entwickeln. Wichtig ist aber auch, diese Schutzmaßnahmen zu nutzen.

Wer gegen Masern, Grippe oder Polio geimpft ist, schützt damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen. Je mehr geimpft sind, umso weniger kann sich ein Erreger ausbreiten. „Jede Impfung zählt“, betont Mathias Arnold, der Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. „Gerade während der Corona-Pandemie werden wir alle daran erinnert, wie gut es ist, bewährte Impfstoffe gegen gefährliche Erreger zu haben.“

Wegen der aktuellen Lieferengpässe beim Impfstoff gegen Pneumokokken sollen zurzeit Corona-Risikogruppen bevorzugt geimpft werden. Dazu zählen zum Beispiel Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen oder Menschen ab 70 Jahren. In Ihrer Apotheke informieren wir Sie gerne zum Thema Impfen – natürlich auch telefonisch.


Mit App der Wissenschaft helfen

Wie genau verbreitet sich das Coronavirus? Wirken die Vorsichtsmaßnahmen? Damit Wissenschaftler das besser nachvollziehen können, stellt das Robert Koch-Institut eine App zur Verfügung, die jeder kostenlos nutzen kann. Die App „Corona-Datenspende“ kann auf den gängigen Smartphones genutzt werden. Sie funktioniert in Kombination mit Fitnessarmbändern und Smartwatches verschiedener Hersteller. Jeder Bürger kann die App freiwillig nutzen, um bei der Datensammlung zu helfen. Das Robert Koch-Institut erhält dabei keine Kenntnis über persönliche Informationen der App-Nutzer. Etwa eine halbe Million Bürger machen bereits mit (Stand 05.052020).

Wertvolle Informationen

Die Daten, die mit der App gewonnen werden, helfen der Wissenschaft, genauer zu verstehen, wie sich das Coronavirus ausbreitet. Infektionsschwerpunkte lassen sich mit den gewonnenen Daten besser erkennen. Dabei dient die App nicht dazu, Kontaktpersonen von infizierten Personen nachzuverfolgen. Die Teilnahme kann zum Beispiel dazu beitragen, die Wirksamkeit der Vorsichtsmaßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 besser zu beurteilen.


DIY-Maske

In Österreich ist es inzwischen Pflicht, beim Einkauf einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen. Die Masken sollen vor allem verhindern, dass Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, andere anstecken. In Deutschland ist das Tragen von Masken jetzt beim Einkaufen und öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Doch MNS sind inzwischen knapp geworden und sollten für medizinisches Personal reserviert sein.

Immer mehr Bürger nähen oder basteln sich eine Maske selbst. Da keiner, der nicht getestet ist, wissen kann, ob er infiziert ist, kann das Tragen der Maske ein sinnvoller Schutz für andere sein. Allerdings ist nicht nachgewiesen, dass eine Do-it-Yourself-(DIY)Maske den Träger selbst vor Ansteckung schützt. Sie hält allenfalls größere Tröpfchen ab und verhindert, dass kontaminierte Hände mit Mund- und Nasenschleimhaut in Kontakt kommen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte weist darauf hin, dass es sich nicht um Medizinprodukte oder persönliche Schutzausrüstung handelt, und gibt Tipps, was beim Tragen einer DIY-Maske zu beachten ist:

– Die Maske sollte aus festem, waschbarem Baumwollstoff bestehen.
– Sie sollte nur im privaten Bereich verwendet werden.
– Hygienevorschriften sind trotzdem einzuhalten.
– Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen ist dennoch einzuhalten.
– Vor dem Aufziehen die Hände gründlich mit Seife waschen.
– Die Maske so auf Mund, Nase und Wangen platzieren, dass möglichst keine Luft an den Rändern eindringt.
– Die Maske sollte das Atmen so wenig wie möglich behindern.
– Eine durchfeuchtete Maske austauschen.
– Außenseite der Maske möglichst nicht berühren.
– Nach Absetzen der Maske die Hände gründlich mit Seife waschen.
– Nach dem Tragen die Maske in einem Beutel luftdicht aufbewahren oder gleich waschen.
– Die Maske nur einmal nutzen und danach bei möglichst 95 °C, aber mindestens 60 °C waschen und bis zur nächsten Nutzung vollständig trocknen lassen.
– Nach dem Waschen und nachdem sie mehrfach verwendet wurde, sollte geprüft werden, ob die Maske noch fest genug und funktionstüchtig ist.

Der Vorteil von DIY-Masken: Das Tragen kann darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, Distanz zu halten. Und es kann das Bewusstsein anderer stärken, sich gesundheitsbewusst und rücksichtsvoll zu verhalten. Sie bieten einen gewissen Schutz vor größeren Tröpfchen und kontaminierten Händen.

Der Nachteil von DIY-Masken: Sie bieten keinen nachgewiesenen Schutz vor Infektion und können ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln. Verrutschen sie, fasst man sich eventuell unbewusst mit den Fingern ans Gesicht.

Wer grippale Symptome hat oder mit dem Coronavirus infiziert ist, sollte sich nicht in der Öffentlichkeit bewegen und zu Hause bleiben.


Erkältung, Covid-19, Allergie?

So unterscheiden sich die Symptome im Detail:

Fast immer: Fieber, trockener Husten
Häufig: Atemnot
Möglich: Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit
Selten: Schnupfen, Gliederschmerzen, produktiver Husten
Nein: Niesen, Augenjucken
Fast immer: Niesen, Schnupfen, Halsschmerzen
Häufig: Produktiver Husten, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen
Möglich: Abgeschlagenheit, Augenjucken
Selten: Fieber, trockener Husten, Atemnot
Fast immer: Trockener Husten, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit
Häufig: Fieber, produktiver Husten, Kopfschmerzen
Möglich: Atemnot, Halsschmerzen
Selten: Schnupfen, Niesen
Nein: Augenjucken
Fast immer: Schnupfen, Niesen, Augenjucken
Häufig: Trockener Husten, Atemnot
Möglich: Abgeschlagenheit
Selten: Produktiver Husten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen
Nein: Fieber, Gliederschmerzen

Bei Kindern verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus oft ohne oder mit nur leichten Beschwerden.


Medikamente nicht absetzen!

In den letzten Tag kursierten Meldungen, dass bestimmte Medikamente das Risiko einer Corona-Infektion erhöhen könnten. Diese Befürchtungen sind unbegründet. Verschiedene Fachgesellschaften betonen, dass Patienten ihre Medikamente nicht eigenmächtig absetzen sollen.

Medikamente gegen Bluthochdruck können vor schweren Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall schützen. Bei einer Infektion mit dem Corona-Virus sind sie womöglich sogar in der Lage, ein Lungenversagen zu verhindern.
Medikamente, die bei Autoimmunerkrankungen wie MS oder rheumatischen Erkrankungen Teile des Immunsystems unterdrücken oder modulieren, können zwar die Infektanfälligkeit erhöhen. Es gibt jedoch keinen Hinweis, dass sie das Risiko einer Corona-Infektion oder Covid-19-Erkrankung steigern. Bei Absetzen der Medikation wäre der Schaden höher als ein mögliches Risiko.
Die Befürchtung, das Schmerzmittel Ibuprofen könnte den Verlauf einer Covid-19-Infektion verschlimmern, ist ebenfalls unbegründet. Es kann weiterhin, wie mit dem Arzt oder Apotheker besprochen, eingenommen werden. Das gilt auch bei grippalen Symptomen wie Fieber und Schmerz.
Für viele Asthma-Patienten ist die Anwendung eines Kortisonsprays wichtig, damit sich die Atembeschwerden nicht verschlechtern. Als Medikament eingenommen, kann Kortison die Infektanfälligkeit zwar erhöhen. Für Kortionspray, das nur in der Lunge wirkt, gilt das nicht. Wenn die Beschwerden zunehmen, kann die Dosis sogar wie mit dem Arzt besprochen erhöht werden.

Wenn Sie wegen Ihrem Medikament unsicher sind, fragen Sie uns gerne in Ihrer Apotheke oder wenden Sie sich an Ihren Arzt. Bei einer chronischen Erkrankung sollten Sie auf jeden Fall bei den Vorsichtsmaßnahmen und Hygieneregeln besonders sorgfältig sein.


Vorsicht Fake News!

Zum Thema Corona geistern immer mehr dubiose Empfehlungen durch die sozialen Medien. Da ist von Hausmitteln wie Ingwer und Zwiebeln die Rede, die vor Infektion schützen oder eine Covid-19-Erkrankung heilen sollen. Richtig gefährlich wird es mit Tipps zur Einnahme von Desinfektionsmitteln oder arsenhaltigen Zubereitungen. Diese Fake News sind nicht nur unwahr, sie können auch großen Schaden anrichten. In unserem Update finden Sie fundierte, gesicherte Empfehlungen und Links zu seriösen Informationen. Sprechen Sie uns auch gerne bei Fragen zum Thema Corona an.

Betrüger unterwegs

Inzwischen versuchen auch Betrüger, Kapital aus der Corona-Krise zu schlagen. Aktuell warnt die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) vor vermeintlichen Online-Apotheken, die Produkte mit Heilsversprechen gegen Coronaviren anbieten. Auf den Seiten dieser nicht autorisierten Fake-Apotheken werden Mittel angeboten, die angeblich zur Vorbeugung und Behandlung der durch Coronaviren verursachten Lungenerkrankung Covid-19 geeignet sind.

Tatsache ist, dass es zurzeit keine zugelassene Behandlungsmöglichkeit für Covid-19 gibt. Gegen Symptome wie Fieber erhalten Sie zugelassene Arzneimittel bei uns in Ihrer Apotheke. Wir können Sie dazu kompetent beraten. Wenn Sie grippale Symptome haben, kommen Sie bitte nicht persönlich vorbei, sondern schicken Sie einen Angehörigen oder rufen Sie uns an. Wir finden eine Lösung.


Die Fakten

– Nach und nach gibt es weitere Lockerungen der Vorsichtsmaßnahmen. Die Hygiene- und Abstandsregeln bleiben in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften bleiben vorerst bestehen. Über die schrittweisen Öffnungen des öffentlichen Lebens informieren die einzelnen Bundesländer auf ihren Websites.
– In allen Bundesländern gilt die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Räumen, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen.
– Großveranstaltungen sind bis zum 31. August unzulässig.
– In welchem Rahmen kleinere öffentliche oder private Veranstaltungen oder Feiern sowie Veranstaltungen ohne Festcharakter stattfinden können, darüber entscheiden die Bundesländer in eigener Verantwortung.
– Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen können wieder stattfinden, soweit die Auflagen des Infektionsschutzes und die geltenden Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.
– Geschäfte dürfen wieder öffnen, unabhängig von ihrer Verkaufsgröße.
– Gaststätten dürfen wieder öffnen. Dabei sind Abstände zwischen den einzelnen Tischen und Hygienekonzepte strikt einzuhalten.
Unternehmen sind verpflichtet, ein Hygienekonzept zu entwickeln und umzusetzen. Nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Kunden sind zu vermeiden, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und die Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu minimieren. Wo immer möglich, sind Unternehmen aufgefordert, Heimarbeit zu ermöglichen.

Reisen

Seit 8. August gilt eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Wer aus einem Risikogebiet kommt, muss:

  • sich nach der Einreise innerhalb von 72 Stunden testen lassen, zum Beispiel am Flughafen. Oder
  • einen Negativtest aus dem Herkunftsland nachweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

– Das Auswärtige Amt informiert zu den aktuellen Risikogebieten.
– Für Länder außerhalb Europas besteht die Reisewarnung vorerst bis zum 31. August.
– Bei Reisen innerhalb Deutschlands gelten die Regeln der Bundesländer. Wer verreisen will, muss sich darüber informieren. Dies gilt sowohl für Besuche von Familie und Freunden als auch für die Nutzung von Zweitwohnungen, Dauercamperplätzen sowie Stellplätzen für Wohnmobile.
– Über die Öffnung von Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen entscheiden die Bundesländer.
– Seit 1. August können alle Reiserückkehrer einen kostenlosen Corona-Test erhalten, egal aus welchem Land sie kommen. Der PCR-Test soll innerhalb von 72 Stunden nach Ankunft in Deutschland in Anspruch genommen werden können. Wer aus einem Land kommt, das vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen ist, kann über die 72 Stunden hinaus den Test wahrnehmen. Für sie soll künftig eine Pflicht zur Testung gelten (Stand 03.08.2020).


* In Ihrer Apotheke achten wir streng darauf, alle Maßnahmen umzusetzen, um Ansteckungen mit dem Coronavirus zu vermeiden. Bei uns halten sich viele Risikopatienten auf wie chronisch Kranke, Personen mit Immunschwäche und ältere Personen. Außerdem möchten wir weiterhin für Sie da sein und unseren gesetzlichen Versorgungsauftrag erfüllen. Dafür müssen wir auch uns selbst vor Ansteckung schützen. Sind Sie mit dem Coronavirus infiziert oder besteht ein Verdacht, betreten Sie bitte nicht die Apotheke, sondern rufen Sie uns an. Wir helfen gerne weiter.
* Patienten mit Atemwegsinfekten sollten gesunde Angehörige oder Nachbarn darum bitten, benötigte Medikamente abzuholen. Oder rufen Sie uns in Ihrer Apotheke an. Wir bringen Ihnen Ihre Medikamente gerne nach Hause.
* Wegen der angespannten Personalsituation kann es notwendig sein, Öffnungszeiten zu kürzen. Dennoch ist die Arzneimittelversorgung durch Apotheken gesichert. Nacht- und Notdienste werden weiter angeboten.
* Vielleicht haben Sie es bereits erlebt, dass ein Medikament in Ihrer Apotheke gerade nicht lieferbar war. Gründe für solche Lieferengpässe sind mannigfaltig. Durch die Corona-Krise kann sich die Lage zurzeit verschärfen. Die Produktion von Wirkstoffen ist möglicherweise durch Personalmangel eingeschränkt oder gar nicht möglich. Trotz dieser Problematik sollten Sie sich keine Sorgen machen – Ihr Apothekenteam hat bisher immer eine Lösung gefunden. Auch in Zukunft werden wir uns dafür einsetzen, dass Ihre Arzneimitteltherapie sicher und zuverlässig weitergehen kann.
* Setzen Sie keine Medikamente ab, ohne mit dem Arzt gesprochen zu haben. Eine Therapie zu unterbrechen kann das Immunsystem vorübergehend schwächen. Die Nachricht, dass bestimmte Wirkstoffe eine Corona-Infektion verschlimmern, kann nicht bestätigt werden. Schmerzmittel wie Ibuprofen und Mittel gegen Bluthochdruck wie ACE-Hemmer und Sartane können weiterhin eingenommen werden. Verwenden Sie auch Ihr Asthmaspray wie gehabt.
* Die Einnahme von immunstärkenden Mitteln wie Zink, Selen oder Vitamin C verhindert keine Infektion, kann aber die körpereigenen Abwehrkräfte insgesamt stärken.
* Wenn Sie engen Kontakt mit Menschen hatten, bei denen das neuartige Virus im Labor nachgewiesen wurde, vermeiden Sie Kontakte zu anderen Personen. Setzen Sie sich unverzüglich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung oder wählen Sie die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117. Zusammen kann geklärt werden, was zu tun ist.
* Wer medizinische Hilfe benötigt, sollte zunächst telefonisch Kontakt mit einer Arztpraxis aufnehmen.
* Bisher werden die Infizierten in Deutschland isoliert und behandelt. Ihre Kontaktpersonen werden, so weit möglich, identifiziert und in häuslicher Quarantäne betreut. 
* Zurzeit ist davon auszugehen, dass vermehrungsfähige Viren im Rachen bis zum vierten Tag nach Symptombeginn und im Sputum bis zum achten Tag nach Symptombeginn enthalten sind.
* Für Menschen mit akuten Erkältungs- oder Atemwegserkrankungen ist es besonders wichtig, in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, um andere vor Ansteckung zu schützen. Eine Nähanleitung bietet zum Beispiel die Stadt Essen.
Um zu verhindern, dass sich eine Erkrankung weiter ausbreitet, hält das Infektionsschutzgesetz (IfSG) verschiedene rechtliche Instrumente bereit. So können die zuständigen Behörden wie das Gesundheitsamt Personen verpflichten, den Ort nicht zu verlassen oder bestimmte Orte nicht zu betreten, bis die notwendigen Schutzmaßnahmen durchgeführt sind. Informationen zur häuslichen Quarantäne bietet das Bundesgesundheitsministerium.

Weiterlesen

Wie Sie sich vor Ansteckung schützen und was bei Verdacht auf Infektion zu tun ist, lesen Sie in unserem Beitrag Coronavirus: Was Sie jetzt wissen sollten

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Bitte nehmen Sie auch während der Corona-Pandemie Ihre vom Arzt verordneten Medikamente wie Blutdrucksenker weiter ein. Wenn Sie Fragen zur Medikation haben, wenden Sie sich gerne an uns.

Jan Henning Staggenborg,

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